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Avanos
ist eine Kreisstadt der Provinz Nevþehir. Aus den Befunden, die bei
Ausgrabungen im Dorf Topaklý in 1967 von italienischen Archäologen geführt
wurden, hat man feststellen können, daß die Geschichte dieser Stadt
zurück bis in die Bronze- und Eisenzeit reicht. Von einer Steintafel
aus der Zeit der Assyrer, welches 1926 bei Ausgrabungen bei Boðazkale
Hattuscha gefunden und vom Philologen Emile Forrer entschlüsselt werden
konnte, fand man heraus, daß zu der Zeit die Menschen mit Hilfe von
Steintafeln Nachrichten sandten und daß Avanos zur Zeit der Hittiter
Zuwinasa genannt wurde. Bei Forschungen, die Michel Coindoz in
diesem Gebiet unternommen hat, fand man heraus, daß Avanos zur Zeit
der Assyrer Nenassa hieß. Aus dem Buch Geographie von Strabon
wissen wir, daß nach dem Tod des Königs Arkhelaos (17 n.Chr.) der römische
Senat beschlossen hat, dieses Gebiet als römische Provinz zu benennen.
Der Name dieses Gebietes ist, nach byzantinischen Quellen zufolge, in
frühchristlicher Zeit Venasa. Strabon weißt darauf hin,
dass nach hellenischem Alphabet dieser Name Ouenasa geschrieben
wird und dieses Gebiet durch den Ouenasa Zeus Tempel sehr bekannt war.
Von anderen Städten in diesem Gebiet jedoch nennt er keine Namen. Demzufolge
hatte sich die Stadt im Venasa Gebiet im späten Mittelalter entwickelt
und wurde mit dem Namen des Gebietes benannt.
Die Häuser von Avanos
Im
Jahr 1750 befanden sich in Avanos nur 56 Haushalte. Kurena Arif Beg,
der zur Zeiten Sultan II. Abdülhamids lebte, trug für die Entwicklung
dieses Ortes sehr viel bei. Ab der zweiten Hälfte des 18 Jh. sieht man
wieder eine Entwicklung in Avanos. Es wurden wieder Häuser gebaut, die
an den Außenwänden mit sehr schönen Reliefarbeiten versehen waren und
in Innen mit Wandgemälden dekoriert sind. Eines dieser Häuser, daß zur
Zeit der Ottomanen erbaut worden ist und uns bis heute erhalten blieb,
wurde im Jahr 1872 erbaut und ist heute noch mit ihrer ganzen Schönheit
zu besichtigen.
Die heutigen alten Häuser wurden auf die Höhlen der früheren Kulturen
erbaut, die diese Höhlen als Wohnstätte benutzten. Heute arbeiten die
meisten Einwohner von Avanos in der Touristenbranche, im Handel und
im Handarbeit wie Töpfereien und Teppichknüpfen. Auch die Verarbeitung
von Onyx ist sehr verbreitet. In Avanos befinden sich über 300 Töpfereien.
Auch der Weinanbau ist in dieser Gegend sehr verbreitet. Aus den Trauben
wird ein guter Tafelwein hergestellt. Heute zählt Avanos 15.900 Einwohner.
Töpfereien
Die
Töpferei ist neben dem Weinanbau eine der ältesten Beschäftigungen in
Avanos. In Anatolien begann die Handtöpferei in der neolithischen Zeit
7000 v.Chr. in Çatalhöyük, Provinz Konya. Die Assyrer, die aus Mesopotamien
2000 v.Chr. kamen, lehrten die Hittiter in Anatolien die Töpferei mit
der Drehbank.
In Avanos werden noch heute die Töpfe in gleicherweise hergestellt.
Diese Kunst wurde von Familie zu Familie, von Vater zu Sohn bis zum
heutigen Tage weiter vererbt. In Avanos kann man überall Töpfereien
und Geschäfte sehen, die diese Ware verkaufen.
Aus den Bergen um Avanos und vom alten Flußbett des Kýzýlýrmak werden
lockere und harte Erden gewonnen, die in speziellen Becken zu einem
Gemisch verarbeitet wird. Die Drehbänke, die für die Töpferei benutzt
werden, werden genau senkrecht aufgebaut, die darauf aufgebaute Drehscheibe
ist meist noch aus Lehm und variabel aufsetzbar, je nach Größe der Objekte.
Die hier angefertigten Töpfe werden später den Touristen in den Läden
verkauft.
Die Töpferei ist mit dem Namen Avanos gleichgestellt. Auch die Verarbeitung
von Onyx ist hier weit verbreitet. Mit seinen Töpfereien, dem Onyx und
dem Teppichknüpfen ist Avanos damit ein Kulturzentrum Kappadokiens.
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